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Glückskinder, Müßgiggänger, Spielverderber - Deplatzierungen im Spektakel

Wo sich die wirkliche Welt in ein Bild verwandelt hat, und die Bilder wirklich geworden sind, löst sich die praktische Potenz des Menschen von sich selbst ab und erscheint als eine Welt für sich. In Gestalt dieser abgetrennten und von den Medien geordneten Welt, in der sich die Formen des Staates und die der Ökonomie durchdringen, erlangt die Marktwirtschaft ihren Status absoluter und von jeglicher Verantwortung entbundener Souveränität über das gesamte gesellschaftliche Leben. Nachdem es (das Spektakel, d.R.) die Produktion insgesamt pervertiert hat, kann es nun die kollektive Wahrnehmung manipulieren und sich des kollektiven Gedächtnisses bemächtigen, um sie in einen einzigen spektakulären Markt zu verwandeln, auf dem alles zur Disposition steht, außer dem Spektakel selbst, das an sich nichts anderes sagt als: 'Was erscheint, ist gut, was gut ist, erscheint ...

(Giorgio Agamben in Die kommende Gemeinschaft)




Einige Projekte zum Jahresthema:




Das geliehene Glück

Agnes Miesenberger, mini DV, 9:03 min, 2006


Ingomar Wunderbar

Ingo Leindecker, Performance, 3:53 min, 2006 



der K_Koffer

Jakub Vrba, mixed media im Koffer, 2006


Chocochanel

Eva Wagner, Performance, 2006


Fortunatellies

Claudia Nickl, Objekt, 2006



EXPERIMENTELLE GESTALTUNG

In der Experimentellen Gestaltung steht nicht ein einzelnes Medium und das eindeutig definierte künstlerische Produkt im Mittelpunkt der Ausbildung, sondern die künstlerischen Produktivitätsstrategien, das Prozesshafte künstlerischer Ideen und deren Realisierung in unterschiedlichsten Medien wie Video, Fotografie, Experimentalfilm, Sound computerbasierte Techniken sowie Zeichnung, Performance und andere.

Aus dem Spannungsverhältnis zwischen (kultur-)wissenschaftlichen, gesellschaftskritischen und technischen Diskursen und der Eigenwilligkeit individueller Wahrnehmungen entwickelt sich Neugier und künstlerischer Forschergeist, die über das Experimentieren zu unerwarteten Erkenntnissen und unkonventionellen Resultaten führen.

Jahresthemen, oft zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und deren Relevanz für die künstlerische Produktion, bieten einen diskursiven Zusammenhang für Projekte, die individuell oder in Gruppen erarbeitet werden. Die Experimentelle Gestaltung ist ein kreativer Freiraum und ein künstlerisches Labor.


EXPERIMENTAL ART 
(english version)

The focus of teaching within the Experimental Art curriculum is not primarily on a single medium or clearly defined artistic product but rather on strategies of artistic productivity, the process character of artistic ideas and their implementation through a wide variety of media including video, photography, experimental film, sound, computer-based techniques as well as drawing, performance and others.

The stimulating tension between (cultural-)scientific, socio-critical, and technical discourses and the independence of individual perception fosters curiosity and the spirit of artisitic research. By engaging in experimentation, this approach will generate unexpected findings and unconventional outcomes.

Annual themes – often centred on topical socio-political developements and their relevants for artistic production – provide a discoursive context for projects developed either individually or within a group. The Experimental Art curriculum is a space for creative freedom and artistic laboratory.

 



 

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