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Fingery Eyes - Die Dekolonisierung der Sinne

Hauptvorlesung zum Jahresthema mit Fahim Amir

Von "Anal Bleaching" und Körpergentrifizierung über Flughafenarchitekturen und Bio-Bourgeoisie zum Überkreuzen der Sinne entlang von Blick und Berührung. Letzteres wird beispielsweise von der Trans-Theoretikerin Eva Hayward bei ihrer Arbeit zu wirbellosen Meerestieren herausgestrichen. 



Es ist relevant, mit welchen Ideen wir andere Ideen denken; bei der Vorlesung geht es darum, exemplarisch das Reservoir zur Verfügung stehender Ideen des Sinnlichen und sinnlicher Ideen vorzustellen, zu problematisieren und zu erweitern. Dies wird beispielsweise heißen, dass Ansätze und Erkenntnisse der neuen Affekt-Theorie vorgestellt und diskutiert werden. 



Ein bemerkenswertes Zitat, das uns durch unterschiedliche Räume von Analyse und Kritik führen wird, dient als Wegmarke bei den Reflexionen dieses Studienjahres: "Kultur ist ein Palast, der aus Hundescheiße gebaut ist." (Bertolt Brecht nach Theodor Adorno)

 



EXPERIMENTELLE GESTALTUNG

In der Experimentellen Gestaltung steht nicht ein einzelnes Medium und das eindeutig definierte künstlerische Produkt im Mittelpunkt der Ausbildung, sondern die künstlerischen Produktivitätsstrategien, das Prozesshafte künstlerischer Ideen und deren Realisierung in unterschiedlichsten Medien wie Video, Fotografie, Experimentalfilm, Sound computerbasierte Techniken sowie Zeichnung, Performance und andere.

Aus dem Spannungsverhältnis zwischen (kultur-)wissenschaftlichen, gesellschaftskritischen und technischen Diskursen und der Eigenwilligkeit individueller Wahrnehmungen entwickelt sich Neugier und künstlerischer Forschergeist, die über das Experimentieren zu unerwarteten Erkenntnissen und unkonventionellen Resultaten führen.

Jahresthemen, oft zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und deren Relevanz für die künstlerische Produktion, bieten einen diskursiven Zusammenhang für Projekte, die individuell oder in Gruppen erarbeitet werden. Die Experimentelle Gestaltung ist ein kreativer Freiraum und ein künstlerisches Labor.


EXPERIMENTAL ART 
(english version)

The focus of teaching within the Experimental Art curriculum is not primarily on a single medium or clearly defined artistic product but rather on strategies of artistic productivity, the process character of artistic ideas and their implementation through a wide variety of media including video, photography, experimental film, sound, computer-based techniques as well as drawing, performance and others.

The stimulating tension between (cultural-)scientific, socio-critical, and technical discourses and the independence of individual perception fosters curiosity and the spirit of artisitic research. By engaging in experimentation, this approach will generate unexpected findings and unconventional outcomes.

Annual themes – often centred on topical socio-political developements and their relevants for artistic production – provide a discoursive context for projects developed either individually or within a group. The Experimental Art curriculum is a space for creative freedom and artistic laboratory.

 



 

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