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Von trotzigen Hyšnen und traurigen Buben


Ein Vokabular von Sieg und Niederlage in Pop und Politik
 
Hauptvorlesung zum Jahresthema mit Fahim Amir
unter Einbeziehung internationaler Gastsprecher_innen
aus Kunst, Theorie und Kulturproduktion

Der Jahresschwerpunkt der Experimentellen wirft dieses Mal einen Blick auf aktuelle Adressierungen von Geschlecht in Pop und Politik. Während sich in Wien im vergangenen Jahr Social-Media-wirksam die Burschenschaft Hysteria gegründet hat und ihre Anhängerinnen unter dem Motto „Ehre, Freiheit, Vatermord“ um sich scharrt, macht sich der schwedische Rapper Young Lean mit Gleichgesinnten an die Gründung eines Sad Boys Movement. Sind diese Entwicklungen solitär und transitorisch oder verweisen sie auf Reartikulationen dessen, was Feminismus und kritische Männlichkeit heute bedeuten könnten? Unabhängig davon bieten beide und angrenzende Phänomene die Möglichkeit den gegenwartsdiagnostischen Blick auf gegenkulturelle Gesten und Rhetoriken weißer Genderpolitiken zu schärfen.


Gastvortrag: Anna Witt

Die Künstlerin Anna Witt spricht über ihre performativen Videoarbeiten in denen sie Körper verwendet um die Grenzen zwischen den Anderen und dem eigenen Selbst zu erforschen, sowie um sich den Zuschreibungen und Kodierungen von sozialen Rollen und Verhalten zu widersetzen.

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Gastvortrag: Nicole Haitzinger

Nicole Haitzinger, Dramaturgin, Kuratorin, Autorin und Lehrende im Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft an der Universität Salzburg, hält unter dem Titel "Männer: Hysterie. Von (Tanz-) Avantgarde zu Pop und vice versa" einen Gastvortrag zum Jahresthema der Experimentellen.

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In Memoriam: Armin Medosch

Anlässlich des kürzlichen Todes des wegweisenden österreichischen Denkers, Künstlers, Autors und Kurators Armin Medosch (1962-2017) präsentierte die Abteilung Experimentelle Gestaltung eminente Arbeiten Medoschs sowie teils noch nie vorher gezeigte dokumentarische Zeugnisse dieses Freibeuters der Utopie. An den damit verbundenen Veranstaltungen wie „Heller als 1000 Sonnen (In memoriam Armin Medosch)“ oder „Wir nannten es Medienkunst" nahmen Lehrende und Studierende der Experimentellen Gestaltung und der Interface Culture sowie Künstler_innen und Aktivist_innen in Linz und Wien (Technopolitics, Migrating Kitchen, PRO 21) teil.

In diesem Zusammenhang macht die Experimentelle eine Reihe von Radiobeiträgen, die Medosch für das Ö1-Radiokolleg entwickelte, für künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzungen zugänglich, beispielsweise zur Frage "Braucht Medienkunst eine Geschichte?".

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EXPERIMENTELLE GESTALTUNG

In der Experimentellen Gestaltung steht nicht ein einzelnes Medium und das eindeutig definierte künstlerische Produkt im Mittelpunkt der Ausbildung, sondern die künstlerischen Produktivitätsstrategien, das Prozesshafte künstlerischer Ideen und deren Realisierung in unterschiedlichsten Medien wie Video, Fotografie, Experimentalfilm, Sound computerbasierte Techniken sowie Zeichnung, Performance und andere.

Aus dem Spannungsverhältnis zwischen (kultur-)wissenschaftlichen, gesellschaftskritischen und technischen Diskursen und der Eigenwilligkeit individueller Wahrnehmungen entwickelt sich Neugier und künstlerischer Forschergeist, die über das Experimentieren zu unerwarteten Erkenntnissen und unkonventionellen Resultaten führen.

Jahresthemen, oft zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und deren Relevanz für die künstlerische Produktion, bieten einen diskursiven Zusammenhang für Projekte, die individuell oder in Gruppen erarbeitet werden. Die Experimentelle Gestaltung ist ein kreativer Freiraum und ein künstlerisches Labor.


EXPERIMENTAL ART 
(english version)

The focus of teaching within the Experimental Art curriculum is not primarily on a single medium or clearly defined artistic product but rather on strategies of artistic productivity, the process character of artistic ideas and their implementation through a wide variety of media including video, photography, experimental film, sound, computer-based techniques as well as drawing, performance and others.

The stimulating tension between (cultural-)scientific, socio-critical, and technical discourses and the independence of individual perception fosters curiosity and the spirit of artisitic research. By engaging in experimentation, this approach will generate unexpected findings and unconventional outcomes.

Annual themes – often centred on topical socio-political developements and their relevants for artistic production – provide a discoursive context for projects developed either individually or within a group. The Experimental Art curriculum is a space for creative freedom and artistic laboratory.

 



 

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