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Workshop: "D.I.Y. Musikmaschinen" (Fadi Dorninger)

D.I.Y. - Musikmaschinen selber bauen, Schaltkreise verbiegen und vernetzen

In Wien werden jährlich 8.000 Tonnen Elektro-Altgeräte bei den städtischen Sammelstellen abgegeben und laut UN-Angaben wird in den Schwellenländern Elektroschrott aus Computern und Mobiltelefonen zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung für Menschen und Umwelt. Wurden früher bei einem Defekt einige Bauteile im Cent-Bereich gewechselt, sind es heute ganze Platinen. Dabei steckt in nahezu allen Geräten mit Soundchips das Potential einer einzigartigen Musikmaschine und bestehende elektronische Musikinstrumente lassen sich durch gezielte Eingriffe nach eigener Fasson umgestalten.

Es geht bei diesem Labor um aleatorische Musikkunst, experimentelle Prozesse nach DIY Prinzipien, ästhetische Neufindung von Klängen, neue Interfaces, Umweltschutz und um einen Rückgewinn der ästhetischen Hoheit durch die Kunst. Die technische Sprache und der künstlerische Ausdruck finden sich in einem Objekt wieder.

Leitung:
Wolfgang Fadi Dornginger

Schwerpunkte:
Arduino, Modulare Synthesizer, Circuit Bending I & II, Elektronik für KünstlerInnen I & II

 

 



EXPERIMENTELLE GESTALTUNG

In der Experimentellen Gestaltung steht nicht ein einzelnes Medium und das eindeutig definierte künstlerische Produkt im Mittelpunkt der Ausbildung, sondern die künstlerischen Produktivitätsstrategien, das Prozesshafte künstlerischer Ideen und deren Realisierung in unterschiedlichsten Medien wie Video, Fotografie, Experimentalfilm, Sound computerbasierte Techniken sowie Zeichnung, Performance und andere.

Aus dem Spannungsverhältnis zwischen (kultur-)wissenschaftlichen, gesellschaftskritischen und technischen Diskursen und der Eigenwilligkeit individueller Wahrnehmungen entwickelt sich Neugier und künstlerischer Forschergeist, die über das Experimentieren zu unerwarteten Erkenntnissen und unkonventionellen Resultaten führen.

Jahresthemen, oft zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und deren Relevanz für die künstlerische Produktion, bieten einen diskursiven Zusammenhang für Projekte, die individuell oder in Gruppen erarbeitet werden. Die Experimentelle Gestaltung ist ein kreativer Freiraum und ein künstlerisches Labor.


EXPERIMENTAL ART 
(english version)

The focus of teaching within the Experimental Art curriculum is not primarily on a single medium or clearly defined artistic product but rather on strategies of artistic productivity, the process character of artistic ideas and their implementation through a wide variety of media including video, photography, experimental film, sound, computer-based techniques as well as drawing, performance and others.

The stimulating tension between (cultural-)scientific, socio-critical, and technical discourses and the independence of individual perception fosters curiosity and the spirit of artisitic research. By engaging in experimentation, this approach will generate unexpected findings and unconventional outcomes.

Annual themes – often centred on topical socio-political developements and their relevants for artistic production – provide a discoursive context for projects developed either individually or within a group. The Experimental Art curriculum is a space for creative freedom and artistic laboratory.

 



 

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